von Henning Gajek
Die Geschichte des Mobiltelefons ist die Geschichte des Autotelefons. Als um 1970 das handvermittelte A-Netz in Deutschland seinen Betrieb aufnahm, gab es nur Festeinbau-"Mobil"-Telefone, die waren riesengroß und schwer und passten gerade so in den Kofferaum eines VW-Käfers.
Dabei war das deutsche A-Netz gar nicht das erste System, ein gewisser Herr Ericsson soll schon ein Autotelefon mit Wählscheibe erfunden haben. Das A-Netz arbeitete noch mit dem "Frollein" vom Amt, welches die Verbindungen persönlich herstellte. Später in den TEE-Nobelzügen der Deutschen Bundesbahn gab es ein Zugsekretariat, das mit dem teilautomatischen B-Netz arbeitete. Dort konnte man Briefe schreiben und versenden lassen, eine Art e-mail Version 0.1. Die Zeit schritt fort, mit dem analogen C-Netz kam die SIM-Karte mit dem D-Netz wurde es schließlich digital, europäisch und bald weltweit.
Die Telefone wurden kleiner, schrumpften von der Größe eines Schuhkartons in Richtung Zigarettenschachteln und heute haben Sie höchstwahrscheinlich ein Smartphone, das neben einem großen brillanten Bildschirm auch eine vollständige QWERTZ-Tastatur (und sei es als Touchscreen) hat. In diesem Smartphone stecken heute Ihre ganzen persönlichen Kontakte, Termine, Fotos, was Sie früher als Notizbuch, Zettelsammlung oder eine Handvoll verknitterter Paßfotos mit sich herumgeschleppt hatten.
Am Anfang wurde nur im Auto telefoniert, heute wird (fast) überall telefoniert, natürlich immer noch und auch im Auto.
Die wenigsten Autofahrer verwenden heute noch einen Festeinbau. Vielleicht, weil sie öfters das Auto wechseln, vielleicht weil es kaum noch passende Angebote gibt oder noch wahrscheinlicher, weil sie doch schon ein privates Telefon haben und das so selbst verständlich auch im Auto nutzen möchten, soweit es die Verkehrssicherheitsvorschrfiten erlauben.
In Ihrem Auto haben Sie schon lange ein Radio, das Handy kann das inzwischen auch. Entweder als MP3 Player oder via mobilem Internet.
Im Ihrem Auto haben Sie wahrscheinlich ein Navigationssystem, entweder ein festeingebautes, oder ein frei verwendbares. Oder Sie nehmen Ihr Handy. Das kann das heute längst auch.
Im Auto im Internet zu surfen, ist zwar noch Neuland, aber immer mehr Autos werden vernetzt. Was wäre da also naheliegender, als dem Smartphone einen Platz im Auto zu geben, wo es einfach mit Strom und einer Datenschnittstelle verbunden wird? Das könnte der klassische Stecker oder eine drahtlose Lösung wie Bluetooth sein.
Das Smartphone als Informations- und Unterhaltungszentrale des Nutzers.
Wenn man sich heutige Fahrzeuge anschaut, findet man viele herstellerspezifische Sonderlösungen. Hier ein Bordcomputer, dort ein Assistent, aber alles nur für einen Hersteller oder ein spezifisches Modell, alles fest eingebaut und nicht änderbar. Hat das Zukunft?
Auf die Dauer helfen meiner Meinung nach nur klare Schnittstellen und Normen, die "Einfachheit" zeigt nicht nur im preisgünstigen Mobilfunk wohin die Reise gehen wird.
Künftige Autos werden kleiner sein und sie werden vielleicht nicht mehr ihren Fahrern gehören, sondern kurzfristig gemietet. Um den Nutzern noch einen Rest von Individualität zu ermöglichen, werden sie "ihr" Auto beispielsweise mit einem Smartphone ausrüsten, das die eigene Musik, die eigenen Informationen und alles, was so wichtig ist, an Bord haben. Ist die Mietzeit vorüber, nimmt man die Individualität wieder mit.
Communicar, das neue Portal soll Ihnen einen Einstieg in die spannende Welt des Smartphones im Auto erleichtern. Gewinnen Sie den Überblick, welche Applikationen und Anwendungen es für Ihr Smartphone in und rund ums Auto gibt und was man damit anfangen kann.
Dies Portal lebt aber auch von seinen Nutzern. Schreiben Sie uns, welche Erfahrungen Sie mit Ihrem Smartphone und seinen Anwendungen gemacht haben. Welche Anwendung Sie vermissen, welche Sie lieben.
In diesem Sinne viel Spaß mit Communicar.
wünscht
Henning Gajek