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Probefahrt mit der MIA

Kategorie: News | Tags: Elektroauto, Mobilität der Zukunft, Umwelt
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Probefahrt mit der MIA

Heute hatten wir die Chance, eine Probefahrt mit der MIA zu machen. Wer dabei an Musik aus Deutschland denkt, liegt zwar falsch, aber um mit einer anderen deutschen Band zu sprechen, geht es auch hier um „Elektrisches Gefühl“.

Zunächst einmal gewöhnungsbedürftig: die weibliche Form – es heißt „die MIA“ und nicht „der MIA“, auch wenn das Auto als 3-Sitzer mit einer Länge von 2,87 m weniger feminin, sondern vielmehr wie ein kleiner Bus daherkommt. Schon femininer: die knallroten Sitze in Leder-Optik und die ebenfalls roten Felgen unserer Version bei schwarzer Karbon-Optik als Außenlackierung.

Und rein geht’s

Schiebetür aufgeschoben, Fahrer und 2 Beifahrer (die wirklich einiges an Beinfreiheit haben – auch für Senioren sehr geeignet) eingestiegen, einmal Schlüsseldrehen als Impuls für die Batterie, dann Knopf drücken zum Rückwärts-Ausparken (die MIA ist automatikgetrieben) und Lösen der Handbremse links neben dem Fahrersitz.

Und los gehts

Statt dröhnender Motorgeräusche vernimmt man nur ein leichtes Surren beim Fahren, als Passant hingegen hört man von der MIA kaum etwas (daran werden sich all jene noch gewöhnen müssen, die über die Straße gehen, wenn sie kein Auto hören, denn wer möchte ernsthaft E-Autos mit virtuellem Motorengedröhn).
Auch ungewohnt: der mittige Fahrersitz – ehe man es sich versieht, stellt man fest, dass man auch auf der Straße eher zur Mitte tendiert. Zumindest 
besteht dann keine Gefahr mehr für die Außenspiegel der rechts parkenden Autos.

Wer denkt, so ein Elektro-Auto benötigt einiges an Zeit, um mal auf Touren zu kommen, der irrt. Ein leichter Druck aufs Gaspedal und schon beschleunigt die MIA ruckzuck auf 50-60 km/h.
Mehr als 100 km/h sind nicht drin, aber durch die Reichweite von ca. 90 Kilometern bietet sich der MIA sowieso eher als Stadtauto an.
Noch etwas: man erntet amüsierte Blicke (vom klassischen Dienstwagenfahrer) und neugierige Blicke von holländischen Schulklassen, hier wird auch sofort der Fotoapparat gezückt.

Aufladen leichtgemacht

Die schon erwähnten 90 km Reichweite kann man durch 2,5 -3 stündiges Laden der 8 kWh Batterie erreichen. Das Besondere bei der MIA: sie kann an jeder 230 Volt-Steckdose geladen werden – besondere Ladestationen sind so überflüssig.
Die verbaute Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie unterstützt Teilladungen und wird erst nach über 1000 Ladezyklen etwas schwächer (sie erreicht dann nur noch 80 % ihrer Leistung). Das wären ja bereits 90.000 Kilometer – die muss man im Stadtverkehr erst einmal zurücklegen.

In Frankreich ist gerade die MIA Serienproduktion gestartet – Lieferungen nach Deutschland sind für Ende 2011 geplant. 

Fazit

Die MIA als 3-Türer hat zwar mit 23.500 € einen durchaus stolzen Preis, ist aber ein perfektes Stadtauto und schlägt hier mit 2 €/100km sehr günstig zu buche.

Vergleicht man damit bspw. ein typisches City-Auto wie den Ford Ka, dann verbraucht dieser mit 8,81 € für 100 km Stadtverkehr mehr als das Vierfache.
Außerdem muss für die MIA (und alle anderen Elektroautos) in den nächsten 10 Jahren keine Steuer gezahlt werden.

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