Immer mehr Smartphone-Nutzer gehen unterwegs ins Netz und machen die UMTS-Verbindung (7,2 Mbits/s , wenn mit HSPA beschleunigt, ansonsten 384 kbit/s) langsam, wenn viele gleichzeitig in einer Funkzelle surfen. Das soll mit LTE (Long Term Evolution) anders werden.
LTE nutzt Frequenzen aus der sog. „Digitalen Dividende“ (800 MHz). Diese wurden in Deutschland 2010 versteigert. Frei wurden sie, weil die digitale Ausstrahlung von Fernsehsendungen per Antenne weniger Bandbreite benötigt, als früher das analoge Fernsehen. Praktisch: um ein Gebiet mit LTE zu versorgen, muss lediglich die Technik der Mobilfunk-Basisstation aufgerüstet werden – und kein Bagger die Straßen aufreißen.

1. Vorteil: Höhere Geschwindigkeiten
Die LTE-Technik ermöglicht sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeiten – sogar ländliche Gebiete können damit mit 3 Mbit/s versorgt werden. Doch es geht noch deutlich schneller. Mit LTE können Bandbreiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Downlink und 50 MBit/s im Uplink) erreicht werden – doppelt so viel als bei DSL und mindestens zehnmal mehr als bei UMTS. Damit dürfte sich das mobile Surfen komplett verändern.
2. Vorteil: Geringere Latenzzeiten
Die Latenzzeit oder Round-Trip-Time ist die Zeit, die benötigt wird, um Daten durch das Netz zu schicken. Mit LTE kann diese Latenzzeit um den Faktor 3-4 reduziert werden:
Bei HSPA beträgt die Latenzzeit 150 ms, bei LTE nur noch 30 – 50 ms. Das verbessert die Reaktionsgeschwindigkeit und ermöglicht ein flüssigeres und schnelleres Surfen im Netz.
3. Vorteil: Höhere Kapazität & Effizienz
LTE stellt deutlich höhere Kapazitäten bereit und ist ein wichtiger Schritt hin zur „Gigabit-Gesellschaft“:
denn die existierenden Netze werden bei den durchaus realistischen Wachstumsprognosen an ihre Grenzen stoßen, bzw. nicht mehr wirtschaftlich aufzurüsten und zu betreiben sein.
