Mehr und mehr Apps entstehen, bei denen der Nutzen abhängig ist von der Zahl der Menschen, die sie nutzen.
Dies eint Mitfahr-Apps wie flinc, wo auf den Aufbau eines eigenen „Mobilitätsnetzwerrkes“ gesetzt wird, mit einer Social Navigationsapp wie Waze oder der neuen Grüne-Welle App. Je mehr User mitmachen, desto besser funktioniert die App.

Die Grüne-Welle App
US-Wissenschaftler vom MIT (Massachusetts Institute of Technology) haben eine App entwickelt, welche anzeigt, wie schnell man fahren muss, damit die nächste Ampel grün ist. Durch diese App hat der Fahrer nicht nur die Möglichkeit, auf einer "Grünen-Welle" zu fahren, sondern spart dadurch auch noch Sprit.
Die App nennt sich "Signal-Guru" und nutzt dabei aus, dass viele Fahrer ihr Smartphone als Navigationsgerät nutzen. Das Gerät muss dazu in einer Halterung stecken und die Kamera aktiviert werden. Die Idee dahinter ist, dass die Geräte untereinander kommunizieren und so die Daten ausgewertet werden. Voraussetzung ist natürlich die Einwilligung des Autofahrers, mit den anderen App-Nutzern zu kommunizieren und damit auch anzuzeigen, wo er gerade mit dem Auto in der Stadt unterwegs ist.
Nur wenn viele die App nutzen, kann sie ein Muster der Schaltpläne erstellen. Daraus errechnet die App die Phase der Ampel. Bisherige Tests haben gezeigt, dass die App auf bis zu 2,5 Sekunden genau die Ampelphase vorhersagen kann. Getestet wurde in Massachusetts und Singapur.

Social Navigation per Waze
Waze ist ein freies GPS-gestütztes Navigationsprogramm und Verkehrsinformationssystem für Smartphones. Zurzeit werden die Plattformen iOS, Android, Windows Mobile, Symbian und BlackBerry unterstützt.
Der große Unterschied zu traditionellen GPS-Navigationsprogrammen besteht darin, dass Waze seine Daten und Informationen von den Anwendern durch deren Nutzung erhält.
Zusätzlich zu Ort-zu-Ort-Sprachnavigation, Echtzeitinformationen und anderen ortsgebundenen Meldungen sammelt Waze anonymisierte Daten über Ort und Geschwindigkeit der Nutzer und gibt diese über seine Datenbank an die anderen Nutzer weiter.
Diese Datensammlung ermöglicht es der Waze-Community, während der Fahrt die Daten automatisch zu aktualisieren. Es ist den Nutzern möglich, Punkte für die von ihnen gelieferten Informationen zu sammeln. Dadurch werden die Nutzer spielerisch dazu animiert, die Karten aktuell zu halten.

flinc - Mitfahrzentrale trifft Social Network
Spontan Fahrgemeinschaften im Freundes-, Kollegen- und Bekanntenkreis bilden: flinc vermittelt auch für Alltagsfahrten und auf Kurzstrecken vollautomatisch Mitfahrgelegenheiten über PC, App und integriert im Navigationssystem.
Das deutsche Startup flinc geht nun mit einem ganz neuen Ansatz bundesweit an den Start: Als erstes Unternehmen will flinc die bestehenden Strukturen nutzen anstatt neue zu schaffen, nämlich Privat-autos im Alltag besser besetzen: Die Vermittlung bei flinc erfolgt in Echtzeit über PC oder Smartphone, funktioniert auch spontan sowie auf Kurzstrecken, das System leitet von Haustür zu Haustür, und der ganze Prozess wird vom flinc-System vollautomatisch gesteuert. Als erste Mitfahrvermittlung weltweit bietet flinc zudem eine direkte Integration in ein Navigationssystem.
flinc analysiert Fahrtrouten in Echtzeit und bringt Autofahrer plus potentielle Mitfahrer schnell und vollautomatisch zusammen. Umständliche Abstimmungsprozesse und das Vereinbaren von Treffpunkten entfallen. Die Personalisierung im Netzwerk schafft die notwendige Vertrauensbasis für Fahrer und Mitfahrer, die übereinander informiert sind und sich nach der Fahrt auch gegenseitig bewerten können. Gesuche und Angebote sind völlig unverbindlich - der Fahrer muss nicht jeden Mitfahrervorschlag, und der Mitfahrer nicht jeden Fahrervorschlag akzeptieren.
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